Osterfeuer/Osterrad

Die Sonne ist Mittelpunkt unseres Lebens und wird durch das Osterfeuer symbolisiert. Mit den Osterfeuern wird im Frühjahr die Sonne begrüßt, aber sie gelten auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte.

Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im Frankenreich des 8. Jahrhunderts auf Gott und Jesus übertragen. Dem Glauben nach ist das Osterlicht Ausgangspunkt unseres Lebens.

Weiter steht die Sonne als Sieger über den Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Genauso kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden. Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht.

Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird. Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland von Jungen Holz, Reisig oder ähnliches Brennbares gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.

Dort, wo die Osterfeuer nicht kommerzialisiert sind, sondern symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi stehen, ist es Brauch, dass sie am Abend des Ostersonntags mit dem Licht der Osterkerze aus der Pfarrkirche entzündet werden.

In der Osterräderstadt Lügde im Kreis Lippe in Ostwestfalen (am Ostersonntag Abend) und in Günsterode im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen (am Ostersonntag Abend) rollen riesige feurige Osterräder von einem Hügel ins Tal hinab.

Ein weiterer Brauch war beipielsweise das Osterfeuertragen in St. Peter im Schwarzwald. Der Mesner entzündete am Karsamstag vor dem Frühgottesdienst, den von Jungen zusammengetragenen Holzstoß vor der Kirche. Nach der Feuerweihe durch den Priester entzündete der Mesner die Osterkerze, die in die Kirche getragen wurde. Während des Gottesdienstes brachten die Jungen Baumschwämme zum Glimmen und trugen das geweihte Osterfeuer in die einzelnen Häuser, in denen die Hausfrauen das neue Feuer entfachten.

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Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Er ist aber nicht nur Götterbote, er ist auch - wie das Ei - ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.
 

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